Einrichtung einer mehrsprachigen Anlaufstelle für Neuzuwanderer aus Südosteuropa

Aus der Schule kommen, eine warme Mahlzeit essen und über das neu Erlebte erzählen können: Für manche ...

Projektträger

Kulturbunker Bruckhausen e.V.

Hintergrund des Projektes

Aus der Schule kommen, eine warme Mahlzeit essen und über das neu Erlebte erzählen können: Für manche Kinder im Duisburger Norden ist ein Tagesablauf keine Selbstverständlichkeit. Im Kulturbunker e.V. in Duisburg-Bruckhausen (Stadtbezirk Meiderich/Beeck) wird deshalb Basisarbeit geleistet.

Die Einrichtung

Mit dem Umbau des Hochbunkers am Heinrichplatz in Duisburg wurde eine Kultur- und Begegnungsstätte geschaffen, in der seit der Inbetriebnahme im März 2003 das Zusammenleben von verschiedenen Kulturen innerhalb des Stadtteils auf vielfältige Weise gefördert wird.

Der Verein Kulturbunker Bruckhausen e.V. ist als soziokulturelles Stadtteilzentrum Anlaufstelle für die Menschen aus dem Duisburger Norden. Hier gibt es eine Kleiderkammer, ein kommunales Beratungsprojekt, drei integrative Sportangebote und zwei Bastel- und Kunstkurse für Roma-Kinder.  Ziel der Projekte ist besonders das friedliche Miteinander unterschiedlicher Migrantengruppen, die in den Stadtteilen und im Kulturbunker aufeinandertreffen. Der Kulturbunker bietet auch mehrmals in der Woche Platz für die Kirche der Roma. Es fehlt aber an einem Angebot, das neue Zuwanderer in ihrer Sprache auffängt und betreut.

1 hauptamtlicher Angestellter, 6 Gemeinwohlarbeitskräfte über das Jobcenter, 8 Honorar-Kräfte über Projekte, 1 städtischer Mitarbeiter (Beratungsstelle), 2 Praktikant_innen und 2 Kräfte aus gemeinnütziger Arbeit durch die Jugendgerichtshilfe arbeiten im Verein.

Das Projekt

Die Förderung von Migrant_innen und die Gleichstellung benachteiligter Menschen ist Schwerpunkt der Arbeit des Vereins. Durch die starke Neuzuwanderung aus Südosteuropa ist der Kulturbunker besonders Anlaufstelle für Roma-Familien. Die erste Ansprache und die Gewinnung der Roma-Familien mit dem Ziel der Integration wird bislang durch keine kommunale Aktivität abgedeckt. Die Einrichtung einer kontinuierlichen Anlaufstelle mit einer rumänisch/bulgarisch/romanen sprachigen Ansprechpartnerin für Roma-Familien hat das Ziel, die Teilhabe stark benachteiligter Familien einzuleiten. Durch regelmäßiger Kontakt z. B. bei einem Müttertreff für Roma kann Vertrauen aufgebaut werden und angefangen werden, um Hürden in der Integration abzubauen. Die Einsetzung einer rumänisch sprachigen Vertrauensperson ist ein Schlüssel für Inklusionsarbeit. Die Maßnahme ist neu und niederschwelliger als bereits vorhandene, spezifischere Angebote. Sie ist zudem das erste Angebot in der Sprache der Zielgruppe.

Fakten

Höhe der Spende: 15.400 € für einen Arbeitsplatz, Honorare Minijobs 2 Fachkräfte mit Sprachkenntnissen (rum. /bulg., romanes), Verpflegung, Präsentation, Aktionstage, Infomaterial, Materialkosten z.B. für Nähangebot.

Patenschaft: Thomas Hülser, Projektleiter, und Daniela Pecanac, Projektentwicklung Bau (VINCI Facilities Solutions GmbH)

Projekttätigkeiten: z. B. den Projektteilnehmer_innen Einsichten in Bauberufe und zeigen und Perspektiven bei der Berufswahl eröffnen.

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