Hintergrund des Projektes

Die Idee ist es, erfolgreiche Unternehmer mit Migrationshintergrund, die in der Stadt Magdeburg ihre Existenz gegründet haben, in einer Art migrantischem Unternehmerverband (VMU – Verband der UnternehmerInnen mit Migrationshintergrund bzw. migrantischen UnternehmerInnen) zusammenzuführen. Dabei geht es zum einen um die Synergien innerhalb eines kooperativen Unternehmernetzwerkes, zum anderen aber auch um die Vermittlung von Flüchtlingen in diese spezifischen Unternehmen. Es handelt sich hierbei um benachteiligte Personen vorwiegend aus Afghanistan, aber auch anderen Staaten, und auch schon länger in Magdeburg lebende Flüchtlinge, die in der Priorität der Integrationskurse des BAMF weniger berücksichtigt werden.

Beschreibung der Einrichtung

Der RKW Sachsen-Anhalt e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der die wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Interessen der zumeist kleinen und mittelständischen regionalen Mitgliedsunternehmen sowie der Institutionen unterstützt. Darüber hinaus engagiert sich der Verein in verschiedenen Projekten unter Einbeziehung der lokalen Bevölkerung für die Verbesserung der Lebensqualität vor Ort.

Die Integration von aus dem Erwerbsleben ausgegrenzten Menschen ist ein erklärtes Ziel des Vereins. Das RKW schlägt mit diversen Maßnahmen die Brücke zwischen der erwerbsfähigen Bevölkerung mit spezifischen Vermittlungshemmnissen auf der einen Seite und dem ungedeckten Fachkräftebedarf der kleinen und kleinen mittelständischen Unternehmen mit besonderen Integrationshemmnissen auf der anderen Seite. Sitz des Vereins ist die Stadt Magdeburg, wodurch ein Großteil der Aktivitäten auch auf die Stadt konzentriert ist.

Als Integrationsmaßnahmen wurden u.a. Integrationsprojekte EMI, ego.MIGRA (beide zur Existenzgründung durch Migranten und Integration), niedrigschwellige Sprachkurse sowie weitere öffentlich geförderte Projekte durchgeführt, die der arbeitsmarktpolitischen und gesellschaftspolitischen Integration dienen.

10 Mitarbeiter sind bei der RKW Sachsen-Anhalt GmbH beschäftigt. Sie übernimmt die Geschäftsbesorgung für RKW Sachsen-Anhalt e.V., dieser hat derzeit keine eigenes Personal, eine Stelle ist in Planung)

5 aktiven Freiwilligen helfen vor allem im Rahmen niedrigschwelliger Deutschunterrichte.

Beschreibung des Projektes

Eine Reihe von Unternehmen ist der Einrichtung aus der eigenen Beratungstätigkeit - von der Gründung an - bekannt und bereit, aktiv in der Organisation VMU mitzuarbeiten. Die Kontakte zu diesen Unternehmen sind zahlreich vorhanden. Allein ohne weitere Gewinnung würden ca. 20 UnternehmerInnen mit Migrationshintergrund ihr Votum für eine Teilnahme abgeben.

Auf der anderen Seite sind auch aus anderen Projekten und Kooperationen Kontakte zu Flüchtlingen und arbeitssuchenden MigrantInnen vorhanden, die zunächst leichteren Eingang in diese Unternehmen finden könnten. Die Einstellung in diesen Unternehmen soll allerdings keine Ausschließlichkeit darstellen. Durch das enge Netzwerk mit allen Marktpartnern wird über die persönliche Eignung das Hinführen auf die beste Entscheidung, eigene Gründung oder Einstellung in einem Unternehmen mit oder ohne Unternehmertum mit Migrationshintergrund unterstützt.

Was dem Verein nicht zur Verfügung steht, sind finanzielle Mittel für die Anlaufphase. Diese ist mit einem personellen Aufwand, Kommunikations- und Reisekosten verbunden. Der RKW Sachsen-Anhalt e.V. kann diese Aufbauarbeit als gemeinnütziger Verein der Wirtschaft im Moment aus den eigenen Ressourcen heraus nicht leisten. Wenn eine gut ausgebildete Teilzeitkraft finanziert werden könnte, ließen sich auch weitere Ehrenamtliche gewinnen, die die Idee mit unterstützen und aufbauen. Angedacht ist ein nach 12 Monaten wirtschaftlich und organisatorisch selbsttragendes Modell in der Stadt Magdeburg zu etablieren.

 

 

Facts

  • Spende: 15.460 € für die Gehaltskosten (eine Teilzeitstelle – geringfügig beschäftigt, projektbezogen eingestellt) zur Koordination der Aufgaben und Ehrenamtlichen, Reisekosten, Leistungen Dritter und Investitionskosten (Büroausstattung und Arbeitsmaterialen)
  • Patenschaft: Tim Arlt, Account-Projekt-Manager bei Axians Networks & Solutions GmbH
    • Projektmonitoring
    • Beratung