Hintergrund des Projektes

Nach dem rassistisch motivierten Mord an der im Stadtteil Johannstadt-Nord lebenden Muslima Marwa El Sherbini im Juli 2009 gründete der Ausländerrat Dresden e.V. einen offenen Treff. Dieser richtete sich zunächst an muslimische Frauen und öffnete sich später allen interessierten Frauen, insbesondere Frauen mit Migrations- und/oder Fluchthintergrund. Seit nunmehr 8 Jahren wird das Projekt Jahr für Jahr weiterentwickelt, neu beantragt und erhielt durch die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dresden für 2017/2018 eine Zweijahresförderung.

Beschreibung der Einrichtung

Gegründet im Jahr 1990 setzt sich der Ausländerrat Dresden e.V. für die Interessen von Menschen mit Migrationshintergrund in Dresden ein. Ziel seiner Arbeit ist die Förderung der kulturellen, sozialen und politischen Integration von MigrantInnen und die Stärkung ihrer Selbstvertretung.

Zu den Hauptarbeitsbereichen gehören eine Beratungsstelle für MigrantInnen, Kultur-, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, Kinder-, Jugend- und Familienarbeit, Arbeit mit Frauen, Flüchtlingssozialarbeit und die mehrsprachige Kita „Kleiner Globus“.

Anzahl der Mitarbeiter: 83
Anzahl der aktiven freiwilligen Helfer: 200

Beschreibung des Projektes

Der Frauentreff ist ein Projekt des Vereins Ausländerrat Dresden: Seit 8 Jahren ist er ein geschützter Begegnungsort in Dresden für interessierte Frauen unterschiedlicher Herkunft und Religion. Der Frauentreff richtet sich mit seinen Angeboten und auch durch seine Verortung im Stadtteil Johannstadt – Nord an die Vielzahl hier lebenden Frauen mit Migrationshintergrund und im insbesonderen an geflüchtete Frauen.

Durch den Frauentreff werden folgende Projekte ermöglicht: wöchentlicher, zweistündiger Treff mit Angeboten und der Möglichkeit zum Austausch und gegenseitiger Stärkung, wöchentlicher Deutschkurs, jährlich stattfindende Fahrrad- und Schwimmkurse sowie eine Foto-Wanderausstellung, welche die Lebenswelten der Frauen mit Migrations- und/oder Fluchterfahrung in Dresden in den Blick nimmt. Frauen werden beim Ankommen unterstützt und ihre Möglichkeit der gesellschaftlichen Teilhabe gefördert.

Das Projekt wird von ca. 1.000 Frauen besucht, von denen knapp 20% neu in Deutschland sind.

Facts

  • Spende: Insgesamt 10.000 €
    8.850 € = Durch die VINCI Stiftung soll der notwendige Eigenanteil des Projektes finanziert werden, damit werden 8% der Personalkosten für die beiden Sozialpädagoginnen, die die Projektkoordinatorinnen des Frauentreffs und seiner Angebote sind, getragen.
    Dadurch werden folgende Projekte des Frauentreffs mitfinanziert: wöchentlicher Treff, Erstberatung für Frauen, Deutschkurs für Frauen, Fahrrad- und Schwimmkurs, Foto-Wanderausstellung über die Lebenswelten von Frauen mit Migrations- und/oder Fluchterfahrung in Dresden
    1.150 € für den Fahrradkurs für Frauen im Jahre 2018. Damit die Frauen des Fahrradkurses nach dem Kurs das Fahrradfahren gleich praktisch und verkehrssicher weiter üben können, erhalten alle teilnehmenden Frauen ein gebrauchtes, fahrtüchtiges Fahrrad und einen neuen Fahrradhelm.
    Patenschaft: Stefanie Knöfel, technische Sachbearbeiterin / Cindy Hebestreit, Buchhaltung (EUROVIA VBU GmbH)
    • Unterstützung und Ideenfindung in der Öffentlichkeitsarbeit, Begleitung des Prozesses der gegenseitigen Stärkung von Frauen für Frauen durch Einbringung des eigenen Wissens und eigener Fähigkeiten, Mitgestaltung des Galaabends zur Spenden-Akquise...