Hintergrund des Projektes

Die Gesamtbevölkerung im Wohngebiet Gorbitz Nord um den Kindertreff „Puzzle“ - eine Einrichtung des Projektträgers Omse e.V.- ist von 2010 bis 2016 um 24% gestiegen (im Gesamtstadtteil Gorbitz nur um 6%). Die Anzahl der Kinder zwischen 0 und 14 Jahren hat sich im gleichen Zeitraum fast verdoppelt (+96%). Ausgehend von seinen langjährigen Erfahrungen in der Begleitung von Kindern und Familien stellt der Verein fest, dass Eltern unter Druck stehen – sei es Zeitdruck, Organisationsdruck, Leistungsdruck, Partnerschaftsdruck oder gar finanzieller Druck. Für Mütter und Väter werden die Anforderungen an die elterliche Erziehungskompetenz immer vielfältiger. Nicht alle können gleichermaßen gut damit umgehen und haben passende Lösungsstrategien. Der Omse e.V. will als ansässiger Verein in Dresden-Gorbitz auf die verschiedenen Herausforderungen der Familien reagieren. Mit diesem Hintergrund möchte der Träger passende und niederschwellige Angebote für die Familien entwickeln.

Beschreibung der Einrichtung

Seit 1990 ist der Omse e.V. Träger bildender und kultureller Einrichtungen sowie Veranstalter und Anstifter von Projekten in den Bereichen Bildung, Kultur, Alltagsbewältigung, Freizeitgestaltung.

Der Verein ist eine relativ große Einrichtung. Er betreibt 5 Kindertagesstätten, eine Schule, einen offenen Kindertreff, das Werkhaus. Er ist im Stadtteil Gorbitz mit soziokulturellen Angeboten aktiv. Seine Angebote sind grundsätzlich allen zuglänglich und richten sich an verschiedene Altersgruppen.

Der Omse e.V. beschäftigt 150 Mitarbeiter, es sind zusätzlich 60 aktive freiwillige Helfer tätig.

Beschreibung des Projektes

Das Projekt „Familien im Zentrum“ befindet sich in einem besonderen Quartier im Stadtteil Dresden-Gorbitz (aufgenommen im Programm „Soziale Stadt“). Im unsanierten Plattenbaugebiet „Sanddornstr.“ leben auf engstem Raum Menschen unterschiedlichster Herkunft, Bildung und Ethnien unter teilweise prekären Verhältnissen.

Mit diesem Projekt will der Verein die hier lebenden Familien unterstützen und sie in ihren Erziehungskompetenzen stärken, um für die Kinder bessere Bildungschancen zu schaffen. Ein weiteres Ziel ist es, nachbarschaftliche Netzwerke zu initiieren und zu fördern, um die BewohnerInnen des Wohngebietes, ob deutscher oder nicht deutscher Herkunft, in ihren Kompetenzen zu stärken und Begegnung zu ermöglichen. Das Projekt soll in den Räumen des „Gorbitz Karrees“ (Einkaufszentrum) verwirklicht werden. Die zentrale Lage des Einkaufzentrums stellt eine geringe institutionelle Zugangsschwelle für die AdressatInnen dar.

Als Zielgruppe werden alle Eltern, ob deutscher oder nicht deutscher Herkunft gesehen, welche im Quartier wohnen sowie jene darüber hinaus, welche unsere Angebote wahrnehmen möchten. Einen zentralen Begegnungsort für Familien gibt es bisher im Quartier nicht – von daher ist es eine neue Maßnahme.

Zwei Fachkräfte, welche bereits auf die Beziehungen der Eltern aus den Omse Einrichtungen aufbauen können, sollen die Elternarbeit im Quartier bündeln.

Facts

  • Spende: 13.500 € als Anschubfinanzierung des neuen Projektes „Familienzentrum“ im Gorbitz-Karree (Kaltmiete und pädagogisches Material und Ausstattung im Familienzentrum sollen mitfinanziert werden)
  • Patenschaft: Marcus Fritsch, Niederlassungsleiter in Leipzig und Frank Steuer Oberbauleiter Gleisbau, NL EUROVIA Verkehrsbau Union GmbH in Dresden.
    • Einbringung von Knowhow aus dem Baubereich für die räumliche Gestaltung des Familienraumes (im neuen Gebäude), ehrenamtliche Tätigkeiten (z.B. den Eltern die verschiedenen Berufe im Baubereich als potentielle Arbeitstätigkeit präsentieren)