Die Donau-Iller Werkstätten gGmbH (DIW – Werkstätten für Menschen mit Behinderungen) und die ADIS gGmbH (Integrationsbetrieb) sind Tochterunternehmen der Lebenshilfe Donau-Iller e.V. Die DIW und die ADIS wollen in einem gemeinsamen Projekt die seit ca. 2 Jahren brachliegende Personenschifffahrt auf der Donau zwischen Ulm und Neu-Ulm wieder aufnehmen. Dazu wurde das Traditionsschiff „Ulmer Spatz“ erworben. Es soll noch restauriert und gemäß den gesetzlichen Auflagen barrierefrei umgebaut werden. Das Projekt liegt im besonderen öffentlichen Interesse (Bevölkerung, Tourismusverbund Ulm/Neu-Ulm, Stadtverwaltungen). Nach Umbau in den DIW soll die Personenschifffahrt als Inklusionsprojekt von Menschen mit und ohne Behinderung langfristig betrieben werden.

Der Verein führt den Namen Lebenshilfe Donau-Iller e.V. und hat sein Sitz in Ulm (Donau). Die Lebenshilfe Donau-Iller wurde im Jahre 1960 von betroffenen Eltern gegründet und verfolgt das Ziel, Teilhabe für Menschen mit Behinderung an der Gesellschaft zu ermöglichen. Der Verein bietet Angebote in den Bereichen Lernen und Fördern, Ausbildung und Arbeit, Wohnen und Gemeinschaft, sowie Freizeit und Erholung an.
Die Teilnehmer kommen aus der Region Ulm/Neu-Ulm und sind im Altern von 18 bis 65 Jahren. Die Einrichtung hat 450 ständigen Mitarbeiter und 1.150 Integrationsbeschäftigten.
Die Lebenshilfe Tochtergesellschaft ADIS wurde 2008 als gemeinnützige GmbH gegründet. Die Integrationsfirma beschäftigt in Amstetten 20 Frauen und Männer. Adis deckt die Lücke zwischen Menschen mit Behinderungen und dem ersten Arbeitsmarkt ab. Das heißt, anders als bei den Beschäftigten in den Lebenshilfe-Werkstätten, für deren Sozialversicherungen die Kostenträger aufkommen (Stadt Ulm und in Neu-Ulm Regierung von Schwaben) sind die Adis-Angestellten normale Sozialversicherungspflichtige.

Der Verein verfolgt nach § 132 SGB 9 folgenden Zweck: „Integrationsunternehmen beschäftigen mindestens 25 Prozent schwerbehinderte Menschen im Sinne von Absatz 1. Der Anteil der schwerbehinderten Menschen soll in der Regel 50 Prozent nicht übersteigen." Durch das Projekt „Ulmer-Spatz“ – Personenschifffahrt auf der Donau will der Verein ca. 3-5 Personen in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis bringen. Die Menschen sollen dauerhaft im Projekt beschäftigt werden und sollen selbstständig das Schiff fahren. Das besondere am Projekt ist, dass der Verein nicht nur die Tradition Ulmer Spatz (seit 60 Jahren in Ulm) aufrechterhalten kann, sondern es schaffen, dass die Gesellschaft (ca. 10.000 Gäste / Jahr) sehen und erleben kann, wozu Menschen mit Behinderung fähig sind: Eine Teilhabe an der Gesellschaft. Das Schiff wird von Menschen mit Behinderung unter Anleitung restauriert. Die Aufgaben stellen sich folgendermaßen dar: Betreuung der Fahrgäste, Verkauf von Fahrkarten, Anlegen und Steuern des Schiffes. Durch dieses Projekt werden Selbständigkeit, motorischen Fähigkeiten, Eingliederung in die Gesellschaft, Sozialkompetenz gefördert. Durch die Beschäftigung werden die Teilnehmer ausgebildet (Schiffspatent, Erste-Hilfe...).

Facts

  • Finanzierung: 15.000 € für  zwei Stege (Anschaffung und Montage) für das Schiff.
  • Patenschaft: Stefan Salger, Actemium Controlmatic GmbH (VINCI Energies) in Ravensburg.
    Mithilfe und Unterstützung des Projektes durch Leistungen der Business Unit Ravensburg/Heidenheim:
    1. Unterstützende Planung und Durchführung elektrotechnischer Arbeiten am Schiff
    2. Mithilfe bei der Umsetzung des Beleuchtungskonzepts
    Die Arbeiten werden von mehreren Mitarbeitern der BU übernommen.