Hintergrund des Projektes ist die Integration behinderter Menschen auf den ersten Arbeitsmarkt, bzw. in ein Beschäftigungsverhältnis außerhalb der Werkstätten für behinderte Menschen. Es soll durch die Integration eine Selbstverständlichkeit im Umgang mit behinderten Menschen erwirkt werden, welche sich Anerkennung durch ihre Leistungen verdienen. Die geschieht in Form der Fertigung und des Verkaufs der „LebensART“ Produkte. Darüber hinaus erwerben die MitarbeiterInnen soziale Schlüsselkompetenzen (Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, mehr Selbstvertrauen), die ihnen einen offeneren Umgang mit ihrem Umfeld ermöglichen Die Erfahrungen der letzten Monate haben gezeigt, dass die Behinderungen über das gemeinsame Tun hinaus, weitestgehend an Bedeutung verloren haben. In der Zusammenarbeit liegt der Fokus auf einem gut strukturierten Arbeitsprozess und dem respektvollen Umgang miteinander.

Die Heidelberger Werkstätten, eine im Jahr 1961 gegründete Einrichtung der Lebenshilfe Heidelberg e.V., fördern an vier Standorten über 530 erwachsene Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung beruflich und in ihrer persönlichen Entwicklung. Das Angebot umfasst Maßnahmen zur beruflichen Orientierung, Fort- und Weiterbildung und Hilfen im allgemeinen Lebensbereich.
Es gibt vier Werkstätten in Heidelberg, Sandhausen und in Hockenheim. Die Heidelberger Werkstätten beschäftigen 110 Mitarbeiter und Fachpersonal in den Bereichen Elektrotechnik, Metall, Grünanlagenpflege, Konfektionierung und Verpackung sowie Montage.

Schwer- und mehrfachbehinderte Menschen werden beruflich qualifiziert. Außerdem werden Menschen mit Behinderung beim Übergang in den allgemeinen Arbeitsmarkt unterstützt und begleitet.

Das Projekt heißt „LebensART", handwerklich gefertigte Produkte aus hochwertigen Textilien und hat im April 2012 angefangen. Es umfasst die handwerkliche Fertigung verschiedener Gebrauchsgegenstände und Accessoires aus textilem Material. Hierzu werden stufenweise die behinderten Mitarbeiter durch fachkundiges Personal angeleitet, die Produkte herzustellen. Verschiedene Fertigungstechniken aus dem Schneiderhandwerk werden in der Gruppe vermittelt. Die Anleitung umfasst an 4 Tagen der Woche die Produktion der jeweiligen „LebensART“ Kollektion und an einem Tag der Woche eine Theorie- und Übungssequenz, die der Kompetenzförderung im Schneiderhandwerk dienen soll. Zusätzlich sollen Interessenten via Praktikum am Fertigungsprozess beteiligt werden, um eine Eignung festzustellen.
Eine Gruppe von 12 Teilnehmern ist vorgesehen. Aktuell sind 8 Personen mit einer Gruppenleiterin (Schneiderin). Bislang werden die Produkte im Umkreis von Heidelberg angeboten. Sie finden einen großen Anklang über die Grenzen des Bundeslandes Baden-Württemberg. Die Nachfrage ist groß. Aber das Projekt hat keine Verkaufsfläche, noch die Maschinen für eine fortgesetzte Produktion auf hohem Niveau (Qualität und Menge).

Facts

  • Finanzierung: 15.000 € für die Anschaffung von Nähmaschinen (6), Überwendlich Maschine (2), Fixierpresse (1) und Bügelanlage (1)
  • Patenschaft: Kerstin Fischer, Teamassistentin, SKE Facility Management GmbH (SKE FMG) in Mannheim
    - Mit Kommunikation- und Öffentlichkeitsarbeit über die Textilprodukte unterstützen