Das Jugendaufbauwerk Nauen (JAW) führt Berufsorientierungen, Berufsfindungen, Berufsvorbereitungsmaßnahmen und Berufsausbildungen u.a. im Bereich Gartenbau durch. Um das Berufsbild in seiner Gesamtheit abbilden zu können, werden 2 gebrauchte Gewächshäuser auf das Gelände des JAW umgesetzt.

Der Verein trägt den Namen Jugendaufbauwerk Nauen e. V. und hat sein Sitz in der kleinen Stadt Nauen (ca. 40 Kilometer Nord westlich von Berlin entfernt). Er besteht seit dem 31.01.1991 und ist gemeinnützig. Zweck des Vereins ist, die sozialpädagogische, berufliche und wirtschaftliche Betreuung, insbesondere die Förderung der Aus- und Weiterbildung junger Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt in besonderem Maße benachteiligt sind. Heute ist es ein zertifizierter Bildungsträger. Der Verein beschäftigt knapp 50 Mitarbeiter. Die Teilnehmer (150 insgesamt) sind junge Menschen zwischen 14 und 24 Jahre alt und kommen aus den örtlichen Schulen (Oberschulen, Gesamtschulen, Förderschulen). Die Kernaktivitäten des Jugendaufbauwerks sind:

  • Die Berufsvorbereitung ist für benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene mit und ohne Schulabschluss, ohne berufliche Erstausbildung, die die allgemeine Schulpflicht erfüllt haben und das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder (lern-)behinderte Jugendliche und junge Erwachsene ohne berufliche Erstausbildung, welche die allgemeine Schulpflicht erfüllt haben;
  • Die Berufsausbildung ist die Erstausbildung für benachteiligte Jugendliche oder Jugendliche mit geistigen oder körperlichen Einschränkungen; Erfolgreicher Abschluss der Berufsvorbereitung, schulische Qualifikation zur Berufsausbildung in den Berufsfeldern Metalltechnik, Schweißen, Holztechnik, Gastronomie, Gartenbau, und Hauswirtschaft
  • Das „Jugendwohnen“: Neben der sozialpädagogische Betreuung bietet im Rahmen der Jugendhilfe der Verein Wohngruppe für männliche Jugendliche und Wohngruppe für weibliche Jugendliche. Es gibt im Moment nur 3 Teilnehmer und 10 Plätze werde angeboten

Im Rahmen der Berufsorientierung / Berufswahlvorbereitung werden 12 Förderschülern (Klassen 7 und 8) Praxislerntage in diversen Berufsfeldern angeboten. Um einen realistischen Einblick in das Berufsbild Gartenbau vermitteln zu können, ist die Arbeit in einem Gewächshaus (auch in der Winterzeit) wichtig. Für die Lernbehinderten und der benachteiligten Jugendlichen (arbeitslose und ungelernte Jugendliche unter 25 Jahre) werden somit berufliche Qualifizierungen im Bereich Gartenbau angeboten, die auf dem regionalen Arbeitsmarkt realistische Eingliederungschancen bieten. Das Projekt ist auf Dauer angelegt.

Facts

  • Finanzierung: 15.000 € für den Aufbau eines gebrauchten Folien-Gewächshauses
  • Patenschaft: Kevin Jachmann, Trainee bei der Eurovia VBU, NL Potsdam in Michendorf
    - Er wird seine technische Kompetenzen einbringen (bei dem Fundament der Gewächshäuser)