Hintergrund des Projektes

Trotz der positiven Veränderungen der allgemeinen Rahmenbedingungen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt, ist es für benachteiligte und marginalisierte Heranwachsende nach wie vor sehr schwierig ohne fremde Hilfe Fuß zu fassen. Sehr groß sind die Probleme in ihrem sozialen Umfeld, denn ihr Leben ist von Gewalt, Kriminalität, Alkohol und Drogenmissbrauch gekennzeichnet. Diese jungen Menschen werden von den Regelsystemen Schule, Ausbildung sowie Jugendsozialarbeit nicht oder nicht mehr ausreichend erreicht. Somit sind die Angebote der Einrichtung „Andere Baustelle“ auf diesen schwierigen Personenkreis hin entwickelt.

Beschreibung der Einrichtung

Der Verein wurde 1982 gegründet, führt den Namen „Andere Baustelle Ulm e.V. – Einrichtung der Jugendberufshilfe“ und hat seinen Sitz in Ulm. Als zentrale Anlaufstelle für besonders benachteiligte Jugendliche, die aus den bestehenden Hilfen herausfallen oder bereits herausgefallen sind, spielt die Einrichtung eine wichtige Rolle. Seine Tätigkeiten: Hausbesuche, Begleitung der Jugendlichen zu Terminen (z.B. Gerichtsverhandlungen, Ämter), Gespräche in den Wohngruppen, Besorgung von Material, Unterrichtsgänge, erlebnispädagogische Veranstaltungen usw.

Ziel des Vereins ist es, alle jungen Menschen, die Schwierigkeiten haben, ihr Leben zu bewältigen und bei denen Regelangebote in Schulen und der Jugendhilfe nicht mehr oder nicht ausreichend greifen, zu erreichen, zu unterstützen, zu beraten und mit auf sie persönlich zugeschnittenen Angeboten zu stabilisieren, zu stärken und zu fördern.

Die Einrichtung arbeitet u.a. mit Jugendamt, Arbeitsagentur, Jugendgerichtshilfe, Bewährungshilfe und Suchtberatungsstellen zusammen.

Anzahl der langjährigen und erfahrenen Mitarbeiter: 14 (davon 9 Vollzeit beschäftigt). Teilnehmer: Jugendliche von 13 bis 27 Jahre.

Die Erfolgsquote bis zum Schulabschluss und Vermittlung auf dem ersten Arbeitsmarkt liegt bei ca. 70 %.

Beschreibung des Projektes

Zielgruppe: weibliche und männliche Heranwachsende ab 13 Jahren, die als besonders auffällig oder gefährdet gelten, da sie von den Angeboten in Regelschulen, in Übergangs- und Ausbildungssystemen und der Jugendsozialarbeit nicht mehr oder zumindest nicht ausreichend erreicht werden. Der schulische und berufliche Werdegang der jungen Menschen ist häufig durch Versagen und Scheitern gekennzeichnet.

Ab 2015 bietet die „Anderen Baustelle“ den Jugendlichen 36 Plätze für das neue Projekt „Erreichen – Stabilisieren – Fördern“an. Ziel ist es, Jugendliche aufzufangen, die die Schule abgebrochen haben. Das Projekt bietet den Jugendlichen ein stabiles Umfeld und eine geregelte Arbeitszeit und begleitet sie bis zum Schulabschluss.

Facts

  • Spende: 15.000 € für die Ko-Finanzierung eines neuen Kleinbusses.
  • Patenschaft: Richard Liebhart, Leiter Business Development bei der VINCI Facilities GmbH
    • Metier der VINCI den Jugendlichen vorstellen
    • Kontakte in der Region vermitteln