1997 hatte der Aschaffenburger Gastronom Harry Kimmich die Bedürftigen der Stadt zu einem Festessen am Heiligabend eingeladen zu dem niemand kam. Die, die er eingeladen hatte trauten sich aber nicht in das gutbürgerliche Gasthaus, die Hemmschwelle war zu hoch. Im folgenden Jahr schlug Kimmich einen anderen Weg ein. Er lud Kunden, Freunde und Geschäftsleute zu einem „Essen gegen Kälte“ in sein Wirtshaus ein. Jeder zahlte das, was ihm das Essen wert war. Insgesamt kamen fast 9.000,- DM zusammen. Aus diesem Essen entstand auch die Idee für das „Kaufhaus Grenzenlos“. In diesem Kaufhaus werden Bedürftige mit gespendeten Lebensmitteln versorgt. Wobei die Kunden, wie in anderen Geschäften, aus Regalen wählen oder sich an einer Gemüsetheke bedienen lassen können. Für 30 Cent gibt es einen ganzen Einkaufskorb voll mit frischen Obst, Gemüse, Brot und zusätzlich sieben weitere Produkte nach Wahl und Bedarf. Täglich kaufen im „Kaufhaus Grenzenlos“ zwischen 400 und 600 Menschen ein und ebenfalls täglich werden mit sechs vereinseigenen Kühltransportern drei bis fünf Tonnen gespendete Lebensmittel bei Discountern und Einzelhändlern in der Region abgeholt und ins Kaufhaus gebracht.

Facts

  • Finanzierung: Zuschuss von 10.000 Euro für den Umbau eines Kühlfahrzeuges von „Grenzenlos für Obdachlose und Arme e.V.“ in Aschaffenburg
  • Patenschaft: Janine Völker, Personalreferentin bei VINCI Facilities GmbH & Co. OHG in Langen
    - Unterstützung beim Bewerbungstraining
    - Praktischen Hilfe bei Sonderaktionen