Projektträger

Straßenkinder e.V., Berlin (Berlin)

Hintergrund des Projektes

Auch wenn das Thema in den letzten Jahren aus dem politischen Blickfeld geraten ist, gibt es nach wie vor eine Gruppe von Jugendlichen, die über einen längeren Zeitraum auf der Straße lebt und dadurch für Bildungseinrichtungen und andere institutionelle Einrichtungen kaum oder gar nicht zu erreichen ist. Häufig kommen die Betroffenen aus schwierigen, meist ressourcenarmen, Elternhäusern oder auch aus Familienzusammenhängen, die durch seelische Kälte geprägt sind.

Beschreibung der Einrichtung

Straßenkinder e.V. ist seit 18 Jahren im Bereich der aufsuchenden Jugendsozialarbeit in Berlin aktiv und bietet Hilfsangebote für jungen Menschen an, die ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße haben. Mit der Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung, dem „Kinder- und Jugendhaus BOLLE“ in Berlin-Marzahn werden bis zu 150 Kinder und Jugendliche betreut. Die Einrichtung geht damit aktiv gegen Kinder- und Bildungsarmut vor. Des Weiteren sorgt sie mit ihren präventiven Angeboten dafür, dass Kinder erst gar nicht auf der Straße landen. Ein anderer Arbeitsbereich beschäftigt sich mit der Integration von Kinder aus geflüchteten Familien. 3 Anlaufstellen betreuen insgesamt bis 200 Kinder- und Jugendlichen täglich. Im Kinder- und Jugendhaus BOLLE sind 5-18jährige und in der Straßensozialarbeit zumeist 14-21jährige junge Menschen. 25 Mitarbeiter sind bei dem Verein eingestellt.

Beschreibung des Projektes

Es gibt viele Gründe, warum einige Kinder auf der Straße landen und leben. Was nach einer scheinbar willkürlich getroffenen Entscheidung aussieht, ist oft die Reaktion von Kindern, die keinen anderen Ausweg mehr sehen. Mangelnde Aufmerksamkeit und Liebe, andauernder Streit und Gewalt, sexueller und/oder psychischer Missbrauch oder Mobbing in schulischen und privaten Kontexten sind nur einige Gründe, warum Kinder den Kontakt zu ihren Familien abbrechen… Kindern und Jugendlichen, die betreut werden, haben noch nie im Leben eine warme Mahlzeit von Ihren Eltern bekommen. Deshalb bietet den Kindern warme Mahlzeiten an, viel Zeit und ernsthaftes Interesse werden investiert, um ihnen zu helfen. Jedes Kind wird mit seinen Problemen ernst genommen, Gesprächen werden gesucht. Es wird versucht, eine Beziehung aufzubauen. Denn den Jugendlichen hilft es nicht, wenn man nur oberflächliche Hilfe bietet. Dies geschieht durch Streetwork, d. h. aufsuchende Straßensozialarbeit, das mobile Beratungsfahrzeug, die Anlaufstelle W17 (Warschauer Str. 17), das Büro für sozial- und Rechtsberatung in der K4 (Kopernikusstr. 4) sowie erlebnispädagogische Maßnahmen und Reintegrationsfreizeiten. Jedes Jahr werden bis zu 60 junge Menschen nachhaltig weg von der Straße geholt. Insgesamt erreichen die Einrichtung bis zu 150 Straßenjugendliche im Alter von 14 – 25 Jahren. Das Projekt „aufsuchende Straßenarbeit“ läuft unbefristet. Ihr altes Fahrzeug ist in die Jahre gekommen und verursacht immer mehr Kosten. Deshalb wird ein neues Fahrzeug dringend nötig. Das mobile Beratungsfahrzeug dient zur Ausgabe von Essen, Lebensmittelpaketen, First-Aids-Kits, Schlafsäcken und Kleidung.  Es gibt auch die Möglichkeit eine „vor-Ort-Beratung“ durchzuführen.

Facts

  • Spende: 20.000 € für die Anschaffung eines VW Bus als mobiles Beratungsfahrzeug, neu oder Jahreswagen.
  • Partnerschaft: Jan Peuker, Assistent der Geschäftsführung Omexom Umspannwerke
    • Unterstützung bei Rechtsfragen wäre für die Einrichtung eine große Hilfe.