Projektträger

Made auf Veddel e. V., Hamburg

Hintergrund des Projektes

Vor über hundert Jahren war Hamburg das Ziel von Millionen Menschen aus ganz Europa. Auswanderer, die von einem besseren Leben in Übersee träumten. Bevor sie an Bord der Schiffe gingen, wurden sie im Stadtteil Veddel (Hamburger Elbinsel) einquartiert. Heute ist die Veddel ein Ort, der stark von Einwanderern geprägt ist. Hier wurde Ende 2008 „Made auf Veddel“ geboren. Die Idee ist, internationale Mode und die Integration ausländischer Frauen miteinander zu verbinden.

Beschreibung der Einrichtung

Made auf Veddel – Verein zur Integration von Frauen mit Migrationshintergrund e.V. entstand durch eine Initiative der Hamburger Mode Designerin Sibilla Pavenstedt und des Vereins „Förderwerk Elbinseln“. Der Verein setzt sich dabei ein, Migrantinnen oder andere sozial benachteiligte Frauen durch Deutsch- und Fortbildungskurse in verschiedenen Handarbeiten wie Nähen, Stricken, Häkeln zu integrieren. Der Verein vermittelt Aufträge an die Projektteilnehmerinnen, wodurch sie ein eigenes kleines Zusatzeinkommen erzielen können.

Gewinne aus diesen Aufträgen fließen vollständig zurück in den Verein. Die Teilnehmerinnen werden somit in ein kulturelles, künstlerisches und soziales Netz eingebunden, insbesondere im Hinblick auf Vermittlung in einen langfristigen Arbeitsplatz. Es sind zurzeit 12 Teilnehmerinnen aus der Türkei, Ägypten, Ukraine, Kasachstan, Russland. Sie sind zwischen 30 und 50 Jahre alt. 4 Teilzeitkräfte sind im Verein angestellt, 2 Kursleiterinnen arbeiten zusätzlich in Teilzeit. In einem ehemaligen Ladenlokal im Herzen des Viertels befindet sich das Ausbildungs- und Produktionsatelier.

Beschreibung des Projektes

Das Projekt „LiebertA“ ist ein Integrationsprojekt und richtet sich an Flüchtlinge und Migrantinnen aus dem Stadtteil Hamburg-Wilhelmsburg, in dem etwa 60 % der Bewohner einen Migrationshintergrund haben und der über neu zugewanderte Flüchtlinge beherbergt (Stand Juni 2016). Es sind 20 bis 30 Migrantinnen, die vor kurzem aus Ihrem Heimat geflüchtet sind und eine Bleibeperspektive haben.

Sie müssen an Deutschkursen teilnehmen, wenn sie in den Kreativkursen Neues erlernen und damit eigenes Geld verdienen wollen. Alles findet für die Frauen wohnortnah, an einem Ort statt. Das Projekt sollte 2016, spätestens Januar 2017 beginnen. Lehrkräfte und Kooperationspartner für die Kreativkurse, Räumlichkeiten und Firmen, die Aufträge an die Kreativwerkstatt geben würden, sind vorhanden. Das Projekt ist auf Dauer angelegt.

Facts

  • Spende:12.000 € für die Anschaffung von Arbeitsmaterial, ergänzendes Mobiliar für die Werkstatträume und Büroausstattung an zwei Standorte (Büro und Werkstatt)
  • Partnerschaft: Stephanie Freese, Sekretarin der Niederlassungsleitung, EUROVIA Teerbau GmbH und Katja Wilhelm, Objektleiterin, VINCI Facilities GmbH
    • Technische Unterstützung bei der Einrichtung des Mobiliars, der Ausstattung der Werkstatträume / Teilnehmerinnen kennen lernen