Projektträger

SINGA Deutschland gUG, Berlin

Hintergrund des Projektes

SINGA Deutschland baut auf der erfolgreichen Arbeit von SINGA France auf. Seit der Gründung 2012 in Paris wurde der Erfolg von SINGAs innovativem Ansatz vielfach ausgezeichnet und durch ein starkes und stetiges Wachstum der Mitgliederzahlen bestätigt. Inzwischen gibt es SINGA neben Frankreich und Deutschland auch in Belgien und Kanada.

Beschreibung der Einrichtung

Die „gUG (haftungsbeschränkt)“ ist die Abkürzung für „gemeinnützige Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)“. Sie verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Mit Sitz in Berlin-Kreuzberg bringt SINGA Deutschland Menschen mit und ohne Fluchterfahrung zusammen und bietet ihnen einen Rahmen für die Verwirklichung gemeinsam gestalteter Projekte und Aktivitäten. Darauf aufbauend entwickelt sie mit den Beteiligten zusammen Programme, die es ihnen ermöglichen mit ihren persönlichen Talenten und Kompetenzen, zu einer inklusiveren Gesellschaft beizutragen. Die aktuellen Programme sind ein berufliches Mentoring-Programm, ein Projektkolleg, Sprachaustausch und verschiedene soziale und kulturelle Veranstaltungen.

SINGA Deutschland richtet sich an alle Menschen mit und ohne Fluchterfahrung. Für das berufliche Mentoring Programm und das Projektkolleg richtet sich die Einrichtung an Geflüchtete mit abgeschlossener Ausbildung oder erster Berufserfahrung, geflüchtete GründerInnen sowie schon länger in Deutschland lebende MentorInnen mit angemessener Berufserfahrung. Alter und Herkunft spielen dabei keine vordergründige Rolle. Die TeilnehmerInnen sind jedoch zwischen 18 und 80 Jahre alt und die größten Herkunftsgruppen sind aus Deutschland, Syrien, Iran, Irak und Afghanistan. 5 Mitarbeiter sind Vollzeit eingestellt. 200 Personen helfen aktiv freiwillig. Die Schwesterorganisation SINGA France wurde bereits von der VINCI-Stiftung Frankreich unterstützt.

Beschreibung des Projektes

Seit Frühjahr 2016 wird ein berufliches Mentoring Programm bei SINDA durchgeführt. Ab 2017 soll zusätzlich ein Projektkolleg angeboten werden, das Geflüchtete bei der Umsetzung ihrer unternehmerischen, sozialen, kulturellen, künstlerischen oder gesellschaftlichen Projekte unterstützen und die gemeinschaftliche Gestaltung mit Einheimischen fördern soll.

Die Zielsetzung des Projektes ist es, die Talente und Kompetenzen von Geflüchteten sichtbar zu machen und ihre Chancen zu steigern, ihren ursprünglichen und gewünschten Beruf auszuüben oder ihre selbständigen Projekte umzusetzen. Außerdem sollen einheimische KollegInnen und ArbeitgeberInnen für diese Prozesse sensibilisiert werden. Durch ihre/n MentorIn sind die geflüchteten TeilnehmerInnen insgesamt deutlich besser in der (Arbeits)Gesellschaft und Zielbranche orientiert und haben sich ein soziales Netz außerhalb von Freunden und Familie aufbauen können.

Die Umsetzung des beruflichen Mentoring-Programms hat im April 2016 begonnen. Zunächst sind 3 Zyklen à 4 Monate (April - August 2016; September 2016 - Januar 2017; Februar - Juni 2017) in Berlin vorgesehen. Das Programm soll dann fortgesetzt und ausgeweitet werden. In den ersten zweiten Jahren sollen 200 TeilnehmerInnen erreicht werden. Der aktuelle Zyklus wird von der Humboldt-Universität Berlin wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

  • Spende: 19.945,00 € für die Informationstechnik (Laptops, Laserdrucker, Monitore…) und Büroausstattung (Whiteboards, Schreibtische, Bürostühle...)
  • Patenschaft: Steven Möller, Sandra Tro (EUROVIA Industrie GmbH); Hagen Escher (EUROVIA Infra GmbH)
    • Projektpaten wird eine/n Mitarbeiter/in mit strategischer Kompetenz (d.h. aus dem Bereich Unternehmensstrategie, Organisationsentwicklung, Personalentwicklung) gesucht, die/der Interesse daran hat, die Einrichtung als Organisation zu begleiten und möglicherweise eine Kompetenzpartnerschaft zwischen SINGA und VINCI aufzubauen.
    • Sich als Mentor bereitstellen
    • Das soziale Unternehmen für Beratung und Trainings beauftragen